

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat der VfB Hallbergmoos in der Kegel-Bundesliga ein Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den SKC Unterharmersbach feierten die Gastgeber einen 7:1-Erfolg und lagen auch bei den Holz (3756:3622) sowie den Sätzen (16,5:7,5) klar vorn.
Den Grundstein für den Heimsieg legte Hallbergmoos bereits im ersten Durchgang. Tobias Kramer bezwang Adrian Rupp mit 629:616 Holz und 3,5:0,5 Sätzen. Deutlich enger verlief das Duell zwischen Marius Bäurle und Jonas Hofmann: Nach jeweils zwei gewonnenen Sätzen gab Bäurles starker Schlussdurchgang mit 180 Holz den Ausschlag – der Mannschaftspunkt ging bei 622:621 Holz hauchdünn an den VfB. Weniger rund lief es für Michael Reiter gegen Wolfgang Bollack. Der im vierten Satz eingewechselte Steve Thürer holte ohne Einspielen zwar noch den letzten Satz, am 1:3 nach Sätzen und 573:586 Holz änderte das jedoch nichts. Mit einer 4:1-Führung und einem knappen Holzvorsprung von 1834:1815 ging Hallbergmoos in den zweiten Durchgang – und ließ dort nichts mehr anbrennen. Bogdan Tudorie setzte sich gegen Chris Dambacher mit 3:1 Sätzen und 622:596 Holz durch, Maximilian Moser gewann gegen Jonas Bähr ebenfalls 3:1 bei 629:599 Holz. Für den sportlichen Höhepunkt sorgte Patrick Krieger: Mit 671:604 Holz und 4:0 Sätzen ließ er Fabian Zimmermann keine Chance. Teammanager Sepp Niedermair ordnete den Erfolg dennoch differenziert ein: „Das Ergebnis sieht nach einem klaren Sieg aus, doch die Partie war enger, als es das Resultat vermuten lässt." Den Grundstein habe die Mannschaft in den ersten drei Spielen gelegt, ehe das Schlusstrio stark weitergespielt habe. Nach der Niederlage in Mörfelden habe das Team Charakter und Heimstärke zeigen wollen. Besonders hob Niedermair Paddy Krieger hervor, der trotz einer Unterbrechung sein Leistungsniveau gehalten habe.
Auch Fabian Lutz zeigte sich nach seiner „Heimpremiere" als VfB-Trainer zufrieden. Abgesehen von Michael Reiter, der einen gebrauchten Tag erwischt habe, hätten alle Spieler sehr gut gespielt. Als Beleg nannte Lutz das schwächste Einzelergebnis von 622 Holz und die niedrigste Bahn von 141 Holz. Den entscheidenden Moment sah er in Bäurles 180 Holz im letzten Satz: „Das war der Wendepunkt, danach war der Knoten geplatzt." Zudem habe die Mannschaft auch dann die Konzentration bewahrt, als Unterharmersbach näher herankam. Sein Fazit: ein sehr gutes Spiel und nach der Niederlage in Mörfelden ein gelungener Heimauftakt. Beim SKC fiel die Analyse nüchterner aus: Die Mannschaft müsse cleverer spielen; zehn Bahnen unter 140 Holz seien zu viel.
Weiter geht es für Hallbergmoos am 3. Oktober beim Aufsteiger SC Luhe-Wildenau. Der kommende Gegner ist stark in die Saison gestartet: Nach einem Unentschieden gegen Denkendorf und einem Sieg gegen Geiseltal Mücheln, ebenfalls zwei Aufsteiger, belegt Luhe-Wildenau mit 3:1 Punkten hinter Zerbst und Bamberg Rang drei der Bundesliga. Hallbergmoos reist mit 2:2 Punkten als Tabellenfünfter an.
