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Dr. Rainer Koch zu Gast beim VfB Hallbergmoos

Für seinen Besuch beim VfB-Spiel hätte sich Übergangs- DFB- Präsident Dr. Rainer Koch keinen besseren Termin aussuchen können, denn er erlebte mit der Partie VfB Hallbergmoos gegen Deisenhofen eine von beiden Seiten auf sehr hohem Niveau geführtes Spiel. Mit von der Partie waren auch Landrat Josef Hauner und Bürgermeister Harald Reents, die in der Halbzeit vor der Tribüne im Beisein des VfB-Präsidenten Michael Ködel von Sascha Habel kurz dem Publikum vorgestellt wurden. Neben Präsenten vom Verein , die der 1. Vorsitzende Michael Ködel den Gästen überreichte, gab es noch kurze Fragen und für jeden der Anwesenden ein Denksportaufgabe der besonderen Art. So wurde Dr. Koch gefragt was er zu der Zahl 5296 sagen könne. Antwort : vor genau 5296 Tagen wurde der in Poing wohnhafte Spitzenfunktionär des deutschen Fußball Präsident des Bayer. Fußballverbandes. Für Landrat Hauner galt es die Zahl 23.008 zu knacken. Am Freitag 3. Mai war der Landrat genau 23.008 Tage alt , am 4.5 feierte er seinen 68. zigsten Geburtstag. Und für Bürgermeister Harald Reents hieß es 7608. So viele Stunden wären es noch bis zur nächsten Kommunalwahl am 15.3.20. Dieser kurze Small-Talk diente dazu die hochrangigen Gäste bekannt zu machen und darauf hin zu weisen, dass nach Ende der Partie, es in der Parkwirtschaft nicht nur ein Freigetränk für jeden Eintrittskartenbesitzer gäbe, sondern auch den Eintrag ins goldene Buch der Gemeinde Hallbergmoos, sowie eine um die beiden Landesligatrainer erweiterte Talkrunde zum Thema Amateurfußball, Ehrenamt und der Zukunft des Fußballs.


Tatsächlich war der große Gastraum in der Parkwirtschaft voll besetzt und es war eine sehr informative und interessante Gesprächsrunde. So wurden die Werdegänge der Anwesenden kurz skizziert:


Dr. Rainer Koch: geb. in Kiel/ Spieler, Trainer, Jugendleiter beim Kirchheimer SC, Schiedsrichter, seit 2004 5x einstimmig zum Präsidenten des BfV gewählt, sei 2007 DFB-Vizepräsident zuständig für den Amateur Bereich, mehrmals wie auch jetzt kommissarischer DFB Präsident.

Josef Hauner: am 4.5.1951 in Freising geboren-Lehrer, 1985 Mitarbeiter im Kultusministerium, 1995 Schulrat, 2004 Schulamtsdirektor, 18 Jahre JU von 1990 -2008 2. BGM in Freising, 2014 Wahl zum Landrat

Harald Reents: am 12.12. 1979 in München geb., 99 Abitur, 2003 Dipl. Verwaltungsfachwirt, 2007 JU HBM und stelllvertr. Ortsvorsitzender CSU 2012 Ortsvorsitzender , Ehrenämter bei der FFW, seit 1.5.2014 1. Bürgermeister HBM

Hannes Sigurdsson:Trainer Deisenhofen, Isländer, Spieler bei Viking Stavanger, Stoke City, Brönby IF, 2013 österreichische Bundesliga, 2015 Jahn Regensburg, seit 2018 Trainer in Deisenhofen

Gedi Sugzda: Trainer VfB, 4.10.68 in Litauen geb. 17 Jahre 1. Liga UdSSR, Spieler bei Lokomotive Moskau, 2003 Karriere-Ende in Jena, erfolgreichster Trainer von Holzkirchen( Aufstieg in Bayernliga 2018)


Auf die Frage, wie man sich den DFB vorstellen muss, verglich Koch den DFB mit einem Haus mit zahlreichen Stockwerken, insgesamt ist es ein Ganzes, doch es gibt viele Stockwerke in denen sich viele verschiedene Dinge abspielen.So hat der DFB unzählige Aufgabengebiete und Bereich von der deutschen Fußballnationalmannschaft mit all ihrem drum Herum, von Eliteförderung, Nachwuchsförderung, Förderung des Amateurbereiches, Betreuung von Vereinen und Regionen, Zukunftsförderung. Vieles so Koch ist miteinander verzahnt. Hat die Nationalmannschaft Erfolg wie den Sieg bei der WM 2014 so ist das Interesse an der Sportart groß, Misserfolge schlagen sich insinkenden  den Zuschauerzahlen nieder  und bei einer Verringerung der Aktiven. Große Probleme bereitet in Bayern die Landflucht der jungen Familien, ländliche Vereine haben keine Spieler , keinen Nachwuchs mehr während in den Ballungsräumen z.B. München Sportplätze, Trainer und Betreuer fehlen ,so dass manche Vereine keine Nachwuchsspieler mehr ausbilden können. Ein weiteres Problem ist das Ehrenamt, es finden sich kaum engagierte Leute, die Posten innerhalb von Vereinen annehmen, da die Steuergesetzez. B. für Vorstände kaum Spielraum lassen.

Auch Landrat Hauner stimmte dem zu und ergänzte dass wie im Fußball auch in der Politik der Nachwuchs fehlt und es schwierig ist jüngere für das Ehrenamt zu gewinnen z. B. Habe man auch Probleme Leute für Gemeinderatsposten zu interessieren.

Bürgermeister Reents, der nach wie vor von seinem Job begeistert ist knüpfte, auch an diesen Punkt an und erklärte, das die Erfolge die der VfB in letzter Zeit feiert auch ein Verdienst der vielen ehrenamtlichen Helfer beim VfB sind und man dies sehr zu schätzen wüsste. Auch die beiden Trainer , die sich zunächst zu dem guten Spiel äußerten erklärten dass Strukturen und ehrenamtliche Helfer wichtig seien. VfB-Coach Gedi führte diese Aussage noch mal auf Sascha Habels Nachfrage genauer aus. Beim Aufstieg von Holzkirchen in die Bayernliga habe er sich sehr gefreut, doch da fehlten die Strukturen um einen Verein in der Bayernliga professionell zu führen, in Hallbergmoos seien die Strukturen vorhanden und man habe mehr Helfer vor Ort als in seiner alten Wirkungsstätte.

Der sehr sympathische Trainer Hannes Sigurdsson, den es aus Liebe nach Deutschland zog,lobte noch mal das starke Auftreten der Hallbergmooser, die zum richtigen Zeitpunkt ihre Treffer gemacht hätten und erklärte dass es nun noch mal spannend würde im Endspurt um den Relegationsplatz.

Die lette Frage des Abends ging noch mal an Dr. Koch und beinhaltete das Thema neuer DFB -Präsident. Hier äußerte sich der Jurist ausweichend, denn die Neubesetzung des Amtes will gut überlegt und überdacht sein. Der neue Präsident muss beide Lager sowohl den Amateurfußball als auch den Profifußball vertreten und aus den Reihen des DFB kommen und diese wichtige Entscheidung solle man nicht über's Knie brechen.

Des weiteren lobte Dr. Koch noch mal die Sportanlage in Hallbergmoos und stellte in Aussicht, dass man in einem solchen Sportpark bei Interesse auch mal ein Jugendnationalspiel abhalten könne.

Zum Abschluss des Gespräches gab es dann noch eine kleine Aufmerksamkeit für Landrat Hauner. Dieser hatte sich wie jeder andere eine Eintrittskarte gekauft und damit auch einen Gutschein für ein Bier erhalten. Da er aber Ehrengast war und am nächsten Tag Geburtstag feierte überreichte man ihm als Präsent eine Jahreskarte in der Hoffnung ihn öfter beim VfB zu sehen.


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