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Paukenschlag: Spitzenkegler Thomas Schneider wechselt zum VfB Hallbergmoos

Thomas Schneider hat in den letzten elf Jahren mit dem SKV Rot-Weiß Zerbst alles gewonnen. Jetzt wechselt er zum VfB Hallbergmoos – und das aus gutem Grund.

Hallbergmoos/Pfaffenhofen – Er war nie richtig weg, doch nun kommt er endgültig zurück: Kegler-Ass Thomas Schneider, der in den zurückliegenden elf Jahren mit dem SKV Rot-Weiß Zerbst alles gewonnen hat, was es auf Vereinsebene zu gewinnen gibt, bricht seine Zelte in Sachsen-Anhalt ab und geht in der neuen Saison für den VfB Hallbergmoos auf die Bahnen. Und das voraussichtlich in der 1. Bundesliga: Denn die Hallberger waren zum Zeitpunkt des Corona-bedingten Saisonabbruchs Erster in der 2. Bundesliga Süd/West und dürften deshalb wohl aufsteigen – eine Erfolgsgeschichte, die zusammen mit Tom Schneider fortgeschrieben werden soll. Im FT-Interview verrät der 39-jährige Ex-Zollinger seine Ziele mit dem VfB – und natürlich den freudigen Anlass, der ihn unter dem Strich zu diesem Wechsel bewogen hat.

Herr Schneider, was hat den Ausschlag dafür gegeben, dass Sie das Kapitel „Rot-Weiß Zerbst" nach elf überaus erfolgreichen Jahren beenden?

Die Beweggründe für einen Vereinswechsel bereits in diesem Jahr waren letztlich familiärer Natur. Meine Frau und ich bekommen im August unser zweites Kind. Wobei ich diesbezüglich noch ein bisschen ausholen muss: Am Anfang, in den ersten Wochen der Schwangerschaft, hieß es, dass es Zwillinge werden. Es ist jetzt doch „nur" ein Baby – aber trotzdem haben wir natürlich viel nachgedacht. Wie können wir uns darauf vorbereiten? Wir wohnen in Pfaffenhofen – und von dort aus ist man nach Zerbst schon eine sagenhaft lange Zeit unterwegs. Daher war schnell klar, was ich weglassen werde, um etwas mehr Zeit für meine Familie zu haben.

Thomas Schneider hat mit dem VfB Hallbergmoos eine Menge vor

Da war der Wechsel nach Hallbergmoos natürlich eine logische Option.

Genau. Hallbergmoos ist immerhin bereits seit 2014 meine Trainingsstätte. Nicht zuletzt deshalb, weil die Bahnen dort die gleichen sind wie in Zerbst. So konnte ich mich in der Heimat immer sehr gut auf die Wettkämpfe in Zerbst vorbereiten. Außerdem kenne ich den Sepp Niedermair (Abteilungsleiter Kegeln beim VfB Hallbergmoos, Anm. d. Red.) seit ungefähr 25 Jahren – wir sind gute Freunde. Wir haben viel darüber geredet, was er für Visionen mit seinem Verein hat. Er hatte in der Vergangenheit schon mehrmals bei mir angefragt. Aber da war die Zeit, mein sportliches Engagement beim SKV zu beenden, noch nicht gekommen. Trotzdem habe ich mich in Hallbergmoos im Hintergrund bereits eingebracht: Sepp und ich haben uns oft über potentielle Neuzugänge unterhalten. Ich habe meine Kontakte genutzt – und so haben wir es schon zu Bayernliga-Zeiten geschafft, drei Spieler aus der 1. Bundesliga zum VfB zu lotsen.

„Wahnsinn, was hier entstanden ist"

Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Hallbergmooser Abteilung?

Das ist einfach der Wahnsinn, was hier entstanden ist. Wenn es mit der Bundesliga klappt, dann wäre das der siebte Aufstieg in acht Jahren. Der VfB hat ein großes Potenzial und viele Möglichkeiten. Aber es gibt trotzdem Bereiche, in denen noch etwas verbessert werden kann. Der gesamte Verein wird an einem Strang ziehen, um dies zu bewältigen.

Wie geht der Weg des VfB weiter?

Im Falle eines Aufstiegs ist es für mich nur noch eine Frage der Zeit, bis wir auch international spielen – in zwei, drei Jahren vielleicht. Zunächst jedoch ginge es darum, sich in der Bundesliga zu etablieren. Ein Mittelfeldrang oder eine Platzierung oberhalb des Abstiegsstrichs wäre prima, alles andere eine Zugabe.

Wiedersehen in der Bundesliga?

In der Bundesliga müssten Sie auch zwei Mal gegen Ihren Ex-Verein ran. Hätte Hallbergmoos gegen die Zerbster eine Chance?

Nein! Angesichts des Kaders, den Zerbst zur Verfügung hat, wird es für uns wenig zu bestellen geben. Aber ich freue mich natürlich auf ein Wiedersehen mit den Jungs.

Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf die Zeit in Zerbst zurück?

Das ist eine richtig emotionale Geschichte. Wir sind all die Jahre lang gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Ich habe so viele Spielerwechsel miterlebt, so viele Größen des Kegelsports, die abgedankt haben. Mit jedem Einzelnen verbinde ich einen Titel. Wenn es mit einem Abschiedsspiel für mich klappen sollte, wird es bestimmt tränenreich.

Mannschaft des Jahres in Sachsen-Anhalt

Titel gab es ja einige zu feiern. Welche sind Ihnen ganz besonders wichtig?

2012 sind wir im Weltpokal in der Qualifikation ausgeschieden, weil wir als Mannschaft nicht funktioniert haben. In der folgenden Spielzeit haben wir es dann aber geschafft, als Team zu fungieren, und alles gewonnen: Wir sind mit null Minuspunkten Meister geworden und haben dann auch die Champions League und den Weltpokal geholt. Doch was mindestens genauso toll war, waren die Siege bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres in Sachsen-Anhalt: Da haben wir uns in 2010, 2011, 2013 und 2019 durchgesetzt. Das ist eine ganz große Ehre für einen Kegelverein – denn immerhin sind da derart hochrangige Mannschaften dabei wie zum Beispiel die Fußballer des 1. FC Magdeburg oder die Handballer des SC Magdeburg. Es war rückblickend eine unbeschreibliche Phase in meiner Karriere. Jetzt freue ich mich aber auf den VfB und die nächsten großen Herausforderungen.

Tom Schneiders Erfolge mit Rot-Weiß Zerbst:
  • In elf Jahren elf Mal Deutscher Mannschaftsmeister.
  • Vier Mal DKBC-Pokalsieger.
  • Drei Mal Sieger in der Champions League
  • Sieben Mal Weltpokalsieger

Quelle Freisinger Tagblatt 13.5. 2020 Autor : Michael Leitner

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